Großer Preis der Stadt Dessau

Nach längerer Wettkampfpause habe ich die Zeit genutzt, um mich intensiv auf die Herbstklassiker in Holland und Belgien vorzubereiten. Morgen starte ich beispielsweise beim belgischen 1.1 Rennen Druivenkoers – Overijse. Beim gut besetzten „Großen Preis der Stadt Dessau“ am Sonntag belegte ich den 10. Platz und habe gemerkt, dass die Form stimmt.

Am vergangenem Wochenende bin ich mit zwei Teamkollegen in Dessau beim Seat City Preis an den Start gegangen, welches mit Stefan Schumacher, Robert Förster und Bert Grabsch sehr gut besetzt war. Gleich nach einer Runde konnte ich mich mit drei Fahrern, darunter auch Stefan Schuhmacher, absetzen. 15 von 45 Runden behaupteten wir uns an der Spitze, bevor das Team Sparkasse die Lücke wieder schloss. Anschließend lösten sich immer wieder kleinere Gruppen, von denen sich aber keine entscheidend absetzen konnte. Erst 9 Runden vor Schluss ging eine 9 Mann starke Gruppe; mit dabei mein Teamkollege René Obst. Stefan Schuhmacher hatte im Zielsprint den längsten Atem und konnte das Rennen für sich entscheiden. Bert Grabsch und Erik Baumann belegten die Plätze zwei und drei. René Obst wurde Sechster, und ich gewann als Zehnter den Spurt des Hauptfeldes. Meine Form ist ganz gut ist, daher bin ich für morgen guter Dinge.

Bis dahin

Sparkassen-Giro

Beim Bochumer Sparkassen-Giro, dem 8. Rennen für die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM), fuhr Matthias Friedemann in einer sechsköpfigen Ausreißergruppe, die erst in der letzten Runde gestellt wurde. Mit dem 8. Platz im Sprint durch Dennis Pohl, schließen die 3C-Fahrer damit an die guten Leistungen der Sachsen-Tour an.

Vor einer Kulisse von 200000 Zuschauern musste das 170 Fahrer umfassende Feld einen anspruchsvollen 15 Kilometer langen Rundkurs mit Start und Ziel in der Bochumer Innenstadt zwölfmal durchfahren. Lange Zeit wurde das renommierte deutsche Eintagesrennen von einer 6 Fahrer starken Gruppe mit Matthias Friedemann geprägt. Bis auf 4 Minuten konnten sie auf das Feld herausfahren. Mehrere Teams, aber vor allem Topsport Vlaanderen, sorgten für die Nachführarbeit.

Die Gruppe der ursprünglich 8 Fahrer, zu der neben Linus Gerdemann, Tony Martin, (beide Team Columbia) und Christian Kux (Team Milram) anfangs auch Sebastian Pristl vom Team 3C Gruppe gehörte, bildete sich bereits in der ersten Runde. „Hätten alle in der Gruppe zusammengearbeitet, dann wären wir vielleicht auch durchgekommen“, sagte Matthias im Anschluss. In der vorletzten Runde attackierten die Columbia-Profis schließlich erfolgreich und dezimierten die Gruppe auf drei Fahrer; nur Kux konnte noch folgen. Nachdem sie den Anschluss nicht herstellen konnten, ließen sich Matthias, Richard Faltus (Team Sparkasse) und Daniel Braunstein (Drapac Porsche) ins Hauptfeld zurückfallen. Die verbliebenen 3 der Spitzengruppe wurden wenig später gestellt und Erik Baumann konnte seinem Team Sparkasse einen Heimsieg bescheren. Matthias zeigte sich dennoch zufrieden mit seiner Leistung, auch wenn er sich in einem möglichen Spurt der Gruppe gute Chancen ausgerechnet hatte.

Es wurde nix mit dem Sprinttrikot

Auf der letzten Etappe der Sachsen-Tour von Dresden über Altenberg nach Dresden konnte ich das grüne Trikot leider nicht verteidigen. Mit neun Punkten war mein Polster nicht sehr komfortabel, denn Malaya van Ruitenbeek von Kuota-Senges hatte als nächst folgender Fahrer 7 Punkte. Es hieß also sehr aufmerksam sein. Da es aber noch eine ganze Reihe anderer Fahrer gab, die das Trikot durch eine lange Flucht hätten übernehmen können, war das nicht ganz leicht. Es gab schließlich 9 Punkte zu verdienen.

Der Anfang der Etappe war durch zahlreiche Attacken geprägt, die ich fast alle mitging. Den entscheidenden Angriff von van Ruitenbeek direkt an der ersten Bergwertung konnte ich dann gerade nicht kontern. Rückblickend wäre es besser gewesen nicht jedes Loch zuzufahren, aber ich wollte das Trikot unbedingt! Eine 6 Fahrer starke Gruppe mit dem späteren Etappen Sieger Karsten Kroon setzte sich ab und konnte auch nicht mehr gestellt werden, auch wenn unser Team vor der letzten Sprintwertung noch einmal aufs Tempo drückte. Van Ruitenbeek holte die ersten 2 Sprinterwertungen und damit das Trikot. Ich war sehr enttäuscht.  Unser Team hat mit zwei dritten Plätzen und dem Gewinn der Nachwuchswertung dennoch ein respektables Ergebnis abgeliefert.

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